Weinprobe

Mittels Sensorik einen Wein richtig beurteilen

Die einfachste Form einen Wein zu beurteilen ist die hedonistische:
Er schmeckt oder er schmeckt nicht.
Die weinsensorische Prüfung lässt diese persönliche Frage aber erst einmal offen und stellt gezielt objektive Fragen:


  • Welche Rebsorten prägen diesen Wein?
  • In welcher Region wurde dieser Wein angebaut?
  • Wurde dieser Wein in Holz oder Stahl ausgebaut?
  • Wurden Hefekulturen oder wilde Hefen zur Vergärung genutzt?
  • und weitere…

genutzt werden dafür alle verfügbaren Sinne, um folgende Eigenschaften zu erkennen:


  • Farbe / (Sehen)
  • Temperatur / (Fühlen)
  • Konsistenz / (Sehen, Fühlen)
  • Säure / (Schmecken, Fühlen)
  • Süße / (Schmecken)
  • Extrakt / (Fühlen)
  • Gerbstoffe / (Schmecken, Fühlen)
  • Aroma / (Riechen)

Die Weinsensorik ist auf das bewusste Erleben unsere Sinne angewiesen und eröffnet dadurch die Möglichkeit (wieder) in die wunderbare und vielfältige Welt von Duft und Geschmack einzutauchen.


Neben Sehen und Fühlen (Temperatur, Konsistenz) liefert der Geruchs- und Geschmackssinn die vielfältigsten Informationen über den Wein. Riechen und Schmecken zählen zu den sogenannten chemischen Sinnen. Da diese Sinne meist leise und subtil sind, wird ihnen wenig Beachtung geschenkt. In der modernen Welt sind die Menschen oft visuell geprägt. Deshalb zählt manchmal die Farbe einer Tomate mehr als ihr Geschmack.
In der Weinsensorik ist es wichtig, sich "blind" auf Mund und Nase verlassen zu können.