Weinreifung

Weinreifung - was ist das?

Je länger ein Wein lagert, desto reifer wird er. Viele Weine werden heute so hergestellt, dass sie schon jung getrunken werden können.


Junge Weine werden oft von fruchtigen Aromen dominiert. Diese verlieren sich im Lauf der Zeit und komplexere Aromen kommen zum Vorschein, wenn der Wein Alterungspotential besitzt. Weine mit großem Alterungspotential befinden sich in jungen Jahren meist in einer "Schlafphase", in der sie dem Genießer wenig Erfreuliches bieten: die Aromen und die schmeckbaren Inhaltsstoffe sind noch nicht entwickelt und im Ungleichgewicht.


Interessant werden diese Weine erst später wieder: Die fruchtigen Aromen werden in wachsender Komplexität wiederkehren. Rotweine verlieren die harten Tannine, gleichzeitig entwickeln und verbinden sich die verschiedenen Aromen miteinander und sind nicht mehr so deutlich voneinander differenziert. Der Wein hat jetzt Trinkreife und viele werden den Wein so am meisten schätzen. Ist der Wein deutlich über der Trinkreife, nennt man sein Aroma Firn. Diese Weine sind zwar interessant zu probieren, werden aber nur noch von Liebhabern reifer Weine richtig geschätzt.


Verstreichen zu viele Monate und Jahre, werden die Aromen immer undifferenzierter und der Wein verliert seine Reize. Hier gilt es, für jeden Wein und jeden Geschmack den richtigen Trinkzeitpunkt abzupassen.