Geschichte:
Der Acolon ist keine alteingesessene Rebsorte, sondern eine 1971 in der "Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg" Gattung. Sie entstand aus einer Kreuzung der Rebsorten Lemberger (Blaufränkisch) und Dornfelder. So kam es auch, dass der Acolon erst 2002 die Zulassung und den Sortenschutz als Neuzüchtung vom Bundessortenamt bekam. Erst mit Beginn diesen Jahrhunderts kam der grosse Durchbruch mit einem Anbaugebiet von 100 Hektar an 500 Standorten in den Versuchsanbauten.
In Belgien bekam diese Rebsorte 2005 auch die Herkunftsbezeichnung "Côtes de Sambre et Meuse und somit seine Zulassung.
Bedeutung
Mittlerweile wird der Acolon in Deutschland auf mehr als 470ha angbaut. Durch den reissenden Absatz vor allem in Württemberg und Franken zeigt sich ein schnelles Wachstum der Anbaufläche in Deutschland. Dies zeigen die folgenden Zahlen: Waren im Jahr 2001 nur 76 Hektar bestockt, waren es 2007 schon 473 Hektar. Man benutzt die Sorte auch für weitere Kreuzungen.
Anbau
Der Acolon zeigt einen aufrechten, starken Wuchs mit geringer bis mittlerer Geiztriebbildung. Er benötigt eine sehr gute Silvaner bis Müller-Thurgau Lage. Die Sorte ist frühreifend (die Ernte kann fast zeitgleich mit dem frühreifenden Gutedel erfolgen) und erreicht hohe Mostgewichte.
Die Einfärbung der Beeren erfolgt früh, deutlich vor dem Dornfelder. Er zeigt eine hohe Blühfestigkeit, die Traube ist lockerbeerig und ist weniger krankheitsanfällig als beim Blaufränkisch.
Ausbau/Geschmack
Eine konstant gute Ertragsleistung bei beachtlichen Mostgewichten zeichnet diese Rebsorte aus. Die Acolon-Weine haben eine hohe Farbintensität mit einer markant dezenten Gerbstoffnote; Lemberger-ähnlich und farbintensiv. Die reif und harmonisch wirkenden Weine offenbaren feine Fruchtaromen bei gleichzeitig guter Struktur und Nachhaltigkeit - langjährig 25,81 Gramm pro Literl zuckerfreier Extrakt. Aus den Sortenversuchen geht hervor, dass die Sorte höhere Zuckergehalte erreicht als Blaufränkisch und Dornfelder und ertraglich zwischen beiden Sorten steht.
Genuss
Der Acolon eignet sich zu kräftigen Fleischgerichten wie Rinderbraten, zu Wild, mit kräftigen Sosen oder zu Salami und Schinken und kräftigem Käse.Gutes Er besitzt ein gutes Reifungs- und Lagerungspotential.


