Dornfelder

 


Allgemein:
Durch seinen intensiven Geschmack eignet sich diese auch als Tafeltraube. Er ist eine rote, frühreifende Rebsorte, die auch in kühlerem Klima körper- und gebstoffreiche tiefdunkle Rotweine mit guter Säureausprägung erzeugt. Sein Bouquet ist fruchtig mit einem Hauch Sauerkirschen. Der Dornfelder ist lagerfähig und eignet sich hervorragend für Barrique-Ausbau. Immer häufiger gibt es auch Dornfelder-Sekt. Dank der Intensität eignet sich der Dornfelder auch als Färbertraube und auch als Tafeltraube findet er Anerkennung.


  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist stark behaart.
  • Die großen Blätter sind fünflappig und mitteltief gebuchtet. Die Stielbucht ist geschlossen und weit überlappend. Das Blatt ist grob gezähnt. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist dunkelgrün gefärbt.
  • Die konusförmige Traube ist groß bis sehr groß und mitteldichtbeerig. Die rundlichen Beeren sind groß und von blauschwarzer Farbe. Die Beere ist dickschalig.

 


Geschichte:
1955 wurde der Dornfelder von August Herold an der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau in Weinsberg als Neuzüchtung durch  die Kreuzung der beiden Sorten Heroldrebe und Helfensteiner gegründet.


Den Namen bekam dieser Rotwein nach Immanuel Dornfeld, dem Gründer der oben genannten Weinbauschule.


Der Dornfelder wurde nach seiner Farbintensität ausgewählt und ursprünglich als Deckwein angebaut, der als Verschnittpartner von weiteren roten Rebsorten eingesetzt werden sollte, um dem daraus gekelterten Wein mehr Farbe zu verleihen.


Ende der siebziger Jahre erhielt der Dornfelder seine Zulassung. Mittlerweile ist der dunkelrot-fruchtige Wein einigen Studien zufolge inzwischen der meist gekaufte Rotwein in deutschen Supermärkten.


 


Anbau und Reifung:
Die Reben sind wenig anspruchsvoll, was die Bodenbeschaffenheit betrifft, und liefern gute Erträge. Dornfelder ist empfindlich gegen Frost, Trockenheit und Pilzkrankheiten wie Peronospora.


 


Statistik:
1979 im Zulassungsjahr des Dornfelders erstreckte sich die Anbaufläche nur über 124 Hektar. Im Jahre 2005 sind es mittlerweile schon 8.250.


Seit dem Jahrtausendwechsel zeichnete sich in Deutschland ein immer größerer Rotwein-Boom ab, was die Anbaufläche sogar noch hat verdoppeln lassen. Der Dornfelder, der hauptsächlich in der Pfalz und Rheinhessen angebaut wird, bedeutet der Mengenzuwachs laut der Meinung vieler Winzer jedoch nichts Gutes, da dieser unter seiner Ertragsmasse leide:


Weil es in den vergangenen Jahren eine regelrechte Preisschlacht um Rotwein und vor allem um Dornfelder gegeben habe, haben immer mehr Winzer auf Masse statt Klasse setzen müssen, um im Wettbewerb weiter zu bestehen.