Portugieser

In höheren Lagen reifen Sie früh heran, die angenehm Süßen Beeren des Portugiesers.


Aus Ihnen wir ein säurearmer und unkomplizierter Wein kreiert, den man heutzutage gern zu leichtem Essen oder als Schoppen genießen kann.


Der Portugieser ist eine sehr alte und eher bodenständige Rebosrte des Weinbaus von Österreich. Urkunde beweisen, dass der Schlossherr von Vöslau, Freiherr Johann von Fries, Inhaber eines weltweit operierenden Bank- und Handelshauses, im Jahre 1772 alle Weinbauer von Vöslau zu sich rief um ihnen einige Rebenbündel zur Auspflanzung zu geben, welche er von seinem Handelsagentur in Porto, Portugal erhalten hatte.


Diese importierte Rebsorte wie so viele Vorzüge auf, dass man bereits nach wenigen Jahrzehnten mit ihr rund zwei Drittel der Weinbauanflächen rund um Bad Vöslau bestockt hatte.


Die Begriffe Vöslauer und Badener stammen übrigens ursprünglich von diesem intensiven Anbau in den Weingärten von und um Bad Vöslau.


Vor allem der aus der blauen Trauben gewonnene milde Geschmack wurde wegen seiner Qualität sehr schnell bekannt und geschätzt und fand in der Folge Eingang in die mitteleuropäischen Rotweingebiete.


Die Blütezeit erlebte der Weinanbau des Portugiesers in dem österreichischem Raum von Bad Vöslau Ende des 19. Jahrhunderts. Von hier breitete sich der Siegeszug dieses Weins über Ungarn, Böhmen, Kroatien, Slowenien aus und kam 1840 auch nach Deutschland.


Der Portugieser stellt kaum Ansprüche an die Lage des Weins und auch kaum an den Boden.


Sogar in kargen Sandböden stellt sich diese Weinsorte. Es ist aber darauf zu achten, dass dieser nicht übermässig mit Kalk gedüngt wird und auch nicht in zu feuchten Gebieten angebaut wird.


Die Rebsorte ist sehr frühreifend, somit aber auch winterfrostempfindlich


Der Portugieser ist ein preiswerter und anspruchsloser Konsumwein. Zu Speisen ist er auch deshalb sehr beliebt, weil er den Eigengeschmack nur in geringem Masse beeinflusst.


Entgegen der normalen Genusstemperaturen von Rotwein, sollte er sehr kühl bei ca. 12 bis 13 serviert werden.


Aus als Lieferant alltagstäglicher Roseweine ist diese Rebosrte mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis kaum zu schlagen.


Eine – zumindest in Deutschland bekannte – Neuzüchtung stellt die Heroldrebe da. Sie ist eine Kreuzung aus Blauer Portugieser und Lemberger. Die Heroldrebe gibt leichte, neutrale Weine, welche mehr Gerbstoff haben als der Portugieser und diesem daher qualitativ überlegen sind.