Pinot Noir wird er auch gern genannt, der Spätburgunder, der bei manchen Weinkennern auch als der König der Rotweine bekannt ist.
Geschichte & Herkunft:
Dieser Wein blickt auf eine lange traditionsreiche Geschichte zurück. Man begann bereits im 9. Jahrhundert diese Rebsorte anzubauen, womit dieser Wein seinen Siegeszug antrat. An Bedeutung gewann der Spätburgunder dann nochmals im 19. Jahrhundert, da er einen sehr großen Teil an der Sektproduktion einnahm.
Anbau:
Der Spätburgunder nimmt mittlerweile 10 Prozent der mit Wein bebauten Fläche ein. So kommt es, dass mittlerweile 12.000 Hektar damit bestückt sind. Die Hauptanbaugebiete in Deutschland für diese Weinsorte sind Baden und die Pfalz.
Obwohl der Spätburgunder hohe Ansprüche stellt, wird er von den Winzern bevorzugt angebaut, als auch von den Kunden beim Kauf gerne vielen anderen Weinen vorgezogen.
Es sind entsprechende Temperaturen und einwandfreie Bodenbedingungen erforderlich, damit diese Weinsorte gemäss der Wünsche des Kunden und der Winzer gedeihen kann.
Geschmack + Genuss:
Wirft man einen Blick auf den Geschmack des Spätburgunders, so ist dieser hauptsächlich bei den trockenen Rotweinen anzusieden, jedoch tritt vielmals ein süßlicher Nachgeschmack auf. Neben den klassischen, trockenen Weinen findet man hin und wieder Sekte und Roséweine dieser Sorte.
Der Spätburgunder ist eine vielseitig verwendbare Rebsorte,, was vor allem die Produktion von Roséweinen und Sekte deutlich macht. Man kann aus den Trauben des Spätburgunders sogar Weißwein erstellen, vorausgesetzt diese werden unmittelbar nach der Ernte ausgepresst.
Die Rebe des Spätburgunders schmeckt im Allgemeinen sehr fruchtig mit einem leichten Mandelaroma. Der klassische Spätburgunder Wein duftet sanft nach roten Früchten. Der Spätburgunder teilt sich in die modernen und klassischen Wein ein. Beim klassischen Weintyp sind die Trauben überreif und die Farbe des Weines wirkt sehr kräftig. In der heutigen Zeit kann der moderne Spätburgunder sicher immer größerer Beliebtheit erfreuen. Er ist vor allem an Hand seiner kräftigen roten Farbe zu erkennen und ist im Geschmack weniger säuerlich als der klassische Spätburgunder Typ.
Im Laufe der Zeit hat sich der Spätburgunder in der Gesellschaft immer mehr die Rolle eine Qualitätsweins eingenommen, was bei weitem nicht immer so war, da er lange Zeit den Ruf eines „wässrigen Weines“ mit sich trug. Auch in anderen Ländern, wie Australien, Neuseeland und Amerika wird der Wein zunehmend produziert auf Grund er starken Nachfrage.
Zum Genuss des Spätburgunders sollte mal auf die Temperatur acht nehmen, da dieser seinen vollen Geschmack nur bei einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad entfaltet. Genau wie viele trockene Weine, ist der Spätburgunder bei verschiedenen Gerichten optimal zu platzieren. Egal ob Braten, Wild oder Käse, der Spätburgunder veredelt nahezu jedes Essen.
Der Spätburgunder gehört allerdings nicht zu den billigen Weinen. Beim Winzer lassen sich bestimmt einige günstigere Sorten als dieser Wein finden. Dafür hat er hingegen Klasse und verdient seinen Namen als Edelrebe zurecht. Qualität hat eben auch bei den Weinen seinen Preis.


